PRESSEMITTEILUNG

10. Dezember 2021, 14 Uhr

Ursache des Brandes in der Marburger Tapetenfabrik

In den Abendstunden des 2. Dezember 2021 kam es auf dem Gelände der Marburger Tapetenfabrik in Kirchhain zu einer Explosion. Gestern konnten die Ermittlungen zur Brandursache abgeschlossen werden. Demnach führte ein Brand an der Elektrik eines in den Fabrikhallen stehenden handelsüblichen Kühlschranks dazu, dass Feuer in die darüber verlaufenden Abluftkanäle der Produktionsanlagen gelangte und damit die Explosion auslöste.

Die dabei entstehende Druckwelle war kilometerweit um das Fabrikgelände zu spüren und richtete auch in der Nachbarschaft Schäden an, vor allem an den Hallen des Omnibusbetriebs Nau in Kirchhain. Dass die Mitarbeiter der Tapetenfabrik mit kleineren Verletzungen davongekommen sind, grenzt an ein Wunder. Nach ambulanter Behandlung konnten drei Mitarbeiter mit einer leichten Rauchgasvergiftung wieder nach Hause entlassen werden. Darüber hinaus bietet der Kriseninterventionsdienst des Landkreises psychologische Betreuung an.

In der Tapetenfabrik führte die Explosion zur Zerstörung eines Teils des für die Produktion notwendigen Rohrsystems, das schnellstens wieder hergestellt wird. Glücklicherweise halten sich die Schäden an den eigentlichen Produktionsmaschinen in Grenzen und können nach und nach behoben werden. Der größte Schaden entstand durch einen Brand am Gebäude der Betriebsschlosserei, das dem Explosionsort am nächsten lag und größtenteils abgerissen werden muss.

Momentan wird mit Hochdruck die Beseitigung der Schäden organisiert und der Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur geplant. In den Wiederaufbau werden in Zusammenarbeit mit externen Experten die Erkenntnisse der Unfallursache mit einbezogen, so dass die Firma ihren Mitarbeitern auch in Zukunft einen Arbeitsplatz bieten kann, an dem sie sich jederzeit sicher fühlen.

In der ersten Februarwoche 2022 soll die Produktion wieder anlaufen, um die Kunden der Tapetenfabrik ohne große Unterbrechung mit Ware versorgen zu können. Bis dahin können die meisten Kundenbestellungen aus dem eigenen Hochregallager bedient werden.

Die Tapetenfabrik hat von Kunden, Lieferanten, Behörden, Versicherungen und auch Nachbarn viel positive Unterstützung und Zuspruch in dieser Krise erhalten. Die Mitarbeiter, die Geschäftsleitung und der Betriebsrat der Tapetenfabrik bedanken sich dafür auch auf diesem Wege.

Die Guten Alten werte

Die Zufriedenheit unserer Kunden bestimmt Tag für Tag das Handeln aller 350 Mitarbeiter, die in der Marburger Tapetenfabrik arbeiten. In jeder einzelnen Rolle Tapete, die unser Lager verlässt, stecken Erfindergeist, kompromisslose Qualität, viel Liebe zum Detail und Leidenschaft für das, was wir tun.

Tradition und Innovation:

Nirgendwo treffen diese beiden so inspirierend aufeinander wie bei der Marburger Tapetenfabrik. Als eine der ältesten ihrer Zunft, ist sie gleichzeitig kreativer Qualitätsführer der Branche. Denn in Kirchhain werden spektakuläre Entwürfe internationaler Designer mit Erfindergeist und Risikobereitschaft produktionstechnisch in die Tat umgesetzt. Die Marburger Tapetenfabrik produziert ausschließlich im hessischen Kirchhain, unweit von Marburg gelegen. 100 Prozent „made in Germany“.

Das war 1845 so, als Johann Bertram Schaefer mit einem Fachgeschäft für Innenausstattung den Grundstein für die Marburger Tapetenfabrik gelegt hat, und das gilt auch heute noch, über 170 Jahre später.

Die Marburger Tapetenfabrik ist weltweit bekannt für einzigartige Produkte, die ihresgleichen suchen – Unikate in Crush-Optik, Wandkleider mit Strass und Perlen, Tapeten, die leuchten. Gleichzeitig entstehen in der Zusammenarbeit mit herausragenden Persönlichkeiten der internationalen Designszene außergewöhnliche Wandkleider, die den kreativen Führungsanspruch unseres Unternehmens unterstreichen.

Technische Innovationen

1965 Domotex: Erfindung – Textiltapete

1973 Profiltapete im Reliefdruck: Revolution im Tapetenbereich

1990 Patent Decor: Überstreichbare Strukturtapete auf Vliesbasis (abziehbar)

1993 Ökologische Strukturtapete: 100% PVC-, chlor- und weichmacherfrei

1995 Knitterlook Tapete: Industriell hergestellte Unikate

1996 EMV Tapete: Abschirmung gegen elektromagnetische Felder

2012 Karat: Strass- oder Perlenelemente werden auf Tapete dauerhaft appliziert

2015 Leuchtende Tapete: “Art Luminaire” Synthese von Tapete und Licht

ISO Zertifikat

Gestaltet, liebevoll ausgearbeitet und produziert in Deutschland